Samstag, 4. Februar 2012



 
Australia-Quiz auf der Australia-Party von amerikanischen Freunden

Hilke und ich in der Tribeca Tavern. Hier gibt´s an jedem Tisch einen eigenen Fernseher - man könnte ja was verpassen!

 I love free refill! Ja, das sind alles meine Getränke, die vor  mir stehen. Wenn man etwas zu Trinken bestellt, bekommt man in den Restaurants immer umsonst nachgefüllt - zum Preis von einem Getränk! Tap water (Leitungswasser) gibt´s übrigens immer umsonst und so viel man will. Eigentlich bin ich ja kein Biertrinker, aber es ist ein tolles Gefühl, dass ich mir im Gegensatz zu fast allen anderen AuPairs hier legal Alkohol bestellen darf :) Naja, ausgetrunken hab ich dann aber doch nicht...

Na, fällt euch was  auf?

Nein? Ich war das erste Mal in meinem Leben bei einer Mani-Pedi (also Maniküre und Pediküre). Das ist das Ergebnis. Sagen wir mal, es ist seeeehr dezent geworden. Na, dafür haben sich die 45$ ja richtig gelohnt! Aber immerhin gab es ne Massage gratis dazu.

Leider habe ich nicht schnell genug zur Kamera gegriffen. Der weiße Truck da vorne war ein Gefangenentransport mit Polizei-Eskorte - spannend!

Die Skyline von Raleigh

Schlange stehen zum Kinder abholen - Car Pool an der Grundschule

Solche lustigen verkleideten Leute stehen hier überall an der Straße herum. Ich hab auch schon ein Hühnchen (also Mensch im Huhnkostüm) gesehen - aber wofür der geworben hat, weiß ich nicht

Happy Australia Day! Wir waren auf einer Australien-Party bei amerikanischen Freunden (deswegen der Hut). Charlotte neben mir war die einzige anwesende Australierin und hat und mit Aussie-Slang belustigt und uns versucht, Vegemite-Sandwiches anzudrehen. Ich sag´s euch - ekelhaft das Zeug, das ist in etwa so, also würde man sich Brühwürfel auf Brot schmieren.

Hier wird gerade "Nerds" gespielt - funktioniert so wie Ligretto, nur mit normalen Karten

Sonntag, 29. Januar 2012

Ich bin dann mal eben weg...zu fuß


Gestern habe ich etwas für Amerikaner schier unglaubliches getan. Ich bin ZU FUß zum Supermarkt gegangen. Sowas macht hier nämlich anscheinend niemand. Für jeden Pups setzt man sich ins Auto. Das führt dazu, dass die Straßen die meiste Zeit gespenstisch leer aussehen, weil einfach niemand außerhalb seines Gefährts unterwegs ist. Man muss teilweise noch nicht mal aus dem Wagen aussteigen, um sein Kind von der Schule abzuholen. Wenn ich meine 6-Jährige um zwei Uhr mittags abhole, läuft das folgendermaßen ab. Alle Autos mit den abholenden Eltern (oder AuPairs) finden sich auf dem Parkplatz ein und stellen sich hintereinander in einer Reihe auf. Vorne hinter Windschutzscheibe hat man eine Nummer liegen. Dann fährt man zum Abholplatz vor und kriegt das passende Kind zu seiner Nummer ins Auto gesetzt – quasi ein Schul-Drive-Through. 
Aber nun zurück zu meinem kühnen Ausflug. Die nächste Einkaufsmöglichkeit von uns aus ist der Kroger-Supermarkt. Er ist ca. 10 Gehminuten von unserem Haus entfernt – oder besser gesagt, er KÖNNTE in 10 Gehminuten zu erreichen sein, wenn man den kürzesten Weg (blau) am Lake Pine Drive entlang gehen könnte. Das Problem ist, dass es sich beim Lake Pine Drive um eine sehr stark befahrene Hauptstraße handelt, die noch dazu eine Kurve hat, in der kommende Autos schwer einzusehen sind. Leider fehlen auf dem grün markierten Stück ungefähr 50 Meter Bordstein, so dass man dort einfach nicht lang gehen kann. Man könnte natürlich am Straßenrand entlang laufen, was aber mit Einkäufen bepackt und mit Kindern (am besten noch mit Kinderwagen) und bei matschigem Wetter auf gar keinen Fall zu empfehlen ist. Deswegen muss ich stattdessen die rote Strecke lang gehen. Diese führt am See entlang und durch eine Siedlung von hinten an den Kroger heran – natürlich ein Umweg, steil bergauf und ohne Wegbeleuchtung, weswegen ich dort nach Anbruch der Dunkelheit lieber nicht gehe. Tja, so fußgängerfreundlich geht´s hier zu, aber immerhin geht man so den idyllischeren Weg entlang – ist ja auch schön!
 
 



Im Supermarkt: Valentinstag ist hier ganz groß
Abends waren wir im Kino und anschließend in einer Shisha-Bar. Nicht so mein Fall, aber lustig war es trotzdem mit...


Annika aus Deutschland und Julia aus Österreich...

...und Charlotte aus Australien (und Nicole aus Deutschland, die leider nicht mit auf dem Bild ist)

Freitag, 27. Januar 2012

Hilke und ich nach einem Abend, den wir ganz der Schönheit gewidmet haben - danach erstmal McDonalds!

First comes God, second comes family and then comes Mary Kay

Da ich momentan noch mit meiner Vorgängerin Josi zusammen bei Familie Focke lebe, konnten wir uns diese Woche die Arbeit etwas aufteilen – super, denn so hatte ich gestern Nachmittag frei und habe ein paar wundervolle Stunden verbringen können!
Ich habe mich mit einem anderen AuPair aus der Gegend, Hilke, verabredet. Wir waren Frozen Yoghurt essen und in der Mall shoppen. Als Hilke mich fragte, ob ich sie zu einer Make-up-Beratung, für die sie abends einen Termin hatte, begleiten wolle, sagte ich spontan zu. Wir dachten, Hilke wird ein halbes Stündchen lang beraten, was so zu ihrem Typ passt und dann machen wir wieder den Abflug und können was essen gehen. Als wir bei Debbie (der Make-up-Beraterin mittleren Alters) zu Hause ankamen, stellte sich alles ein bißchen anders heraus. Debbie arbeitet für einen Kosmetik-Hersteller namens Mary Kay (Hab ich vorher noch nie was von gehört, aber gibt es auch in Deutschland). Im Grunde ist sie so etwas, wie eine Avon-Beraterin. Ja, besonders erfolgreiche „Mary Kay Consultants“ fahren sogar mit einem pinken Cadillac von Tür zu Tür! Außer uns hatte Debbie noch ihre Freundin Renée und deren Töchter Kaitlyn und Kayla samt 2 Monate altem Baby Leyla eingeladen. Man muss sich den Abend wie eine Art Tupperparty vorstellen, nur mit Schminke anstatt Tupperware. Anfangs war ich noch etwas skeptisch. Debbie stellte uns zunächst das Lebensmotto der Gründerin von Mary Kay (Überraschung, sie hieß Mary Kay) vor: First comes God, second comes family and then comes Mary Kay. Ich dachte: „Na toll, wo bin ich denn hier gelandet? Und wahrscheinlich muss man auch noch irgendeinen völlig überteuerten Kram kaufen, damit man das Haus wieder verlassen darf!“ Aber der Abend sollte herrlich werden! Eigentlich haben wir den ganzen Abend verschiedene Produkte ausprobiert und haben uns geschminkt. Ich habe mir noch nie so viel auf einmal ins Gesicht geschmiert. Bis ich überhaupt anfangen konnte, Make-up aufzulegen, musste ich erst mein Gesicht anfeuchten, dann mit einem Zeug reinigen, dann eine andere Creme auftragen, anschließend noch eine extra Augencreme draufschmieren, meine Lippen peelen, dann eine Lippencreme auftragen, dann eine „Foundation“ auftragen, dann meine Hände peelen und eine Handcreme auftragen. Es gab Getränke und von der Hausherrin selbstgemachten Dip mit Snacks. Die anderen Ladys waren total interessiert an Hilke und mir und haben uns über unser Leben und Deutschland ausgefragt. Wir haben im Gegenzug waschechte Tar Heels kennengelernt. Renées Mann (Police-Officer), Debbies erwachsener Sohn und Debbies Yorkshire-Terrier „Princess Yasmin“ und „Prince Aladdin“ waren auch da und haben uns später noch Gesellschaft geleistet. Kayla und ihr Dad, die zusammen im Kirchenchor singen, haben uns Lieder vorgesungen. Ich hatte wirklich Gänsehaut, so schön war das! Die jüngere Tochter Kaitlyn hat vermutlich noch nie einen Menschen getroffen, der nicht Amerikaner ist und hat uns mit Fragen wie „So, what´s your language called? Germish?“ erheitert. Sie war aber sehr süß und hat sich bemüht, Smalltalk mit uns zu halten. Das Ergebnis davon war dann z.B. die völlig aus dem Zusammenhang gerissene Frage „So, do you like Twilight?“
Generell fühle ich mich hier manchmal als totaler Exot. Im Gegensatz zu größeren Städten haben die Menschen hier nicht so viel Kontakt mit Nicht-Amerikanern (außer den Mexikanern, die die Gärten der Reichen machen), geschweige denn Europäern. Es ist aber immer sehr nett, denn die Leute sind nie unfreundlich und immer daran interessiert, was einen hier her verschlagen hat.
Es war ein toller Abend, ich habe mich gefühlt, wie bei Bekannten zu Hause zu Besuch. Danke Hilke, dass du mich mitgenommen hast!

Donnerstag, 19. Januar 2012

Welcome to the Tar Heel State

             Raleigh Downtown (wird übrigens Raaaley und nicht Rääley ausgesprochen, wie ich immer dachte)
                          "Winterfestival" in Raleigh - ja, es handelt sich tatsächlich um eine Rodelbahn!
                                                      Der Traum aller Kinder - ein Spielzimmer

Kaum zu glauben, morgen bin ich tatsächlich schon eine Woche in Cary! Mir ist es hier bisher sehr gut ergangen. Am Wochenende war ich das erste mal kurz in Raleigh. Wir sind dort mit den Mädels hingefahren, weil dort im Rahmen eines Winterfestivals eine Rodelbahn eröffnet wurde, die wir natürlich ausprobieren wollten. In dicker Wintrmontur und mit Schlitten ausgestattet kamen wir an der Rodelbahn an - einer zwei Meter hohen Minirampe mit Kunstschnee. Antje und ich konnten uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Tja, mit Winter ist hier in NC halt nicht viel :) Die Kids hatten aber dennoch einen Mordsspaß und das ist ja die Hauptsache! Von Sonntag auf Montag (es war schulfrei) hatten die Kinder ein sogenanntes Sleepover, also Übernachtungsbesuch von zwei sehr goldigen befreundeten amerikanischen Geschwisterkindern. Der Alltag hat bisher ganz gut geklappt. Ich habe ja gottseidank im Moment noch meine liebe Josi zur Seite und eigentlich hospitiere ich im Moment noch eher bei ihr. Ab nächste Woche soll ich dann aber mal die Regie übernehmen. Ich bin aber ganz zuversichtlich. Immerhin ist Josi noch dabei und ein Navi gibts im Auto auch! Die Kinder haben mich auch bisher super angenommen. Ich konnte sie schon mit diversen Schätzen aus meiner eigenen Kindheit beglücken, wie z.B. "ein Loch ist im Eimer", "Unten in der grünen Au", "Ene mene mopel, wer frisst Popel" (beim Zähneputzen). Und heute habe ich die Kinder das erste Mal ins Bett gebracht und bisher schlafen sie immerhin. Das Baby hat noch am meisten Schwierigkeiten mit mir (oder umgekehrt?). Eigentlich ist er ein sehr zufriedenes und fröhliches Kind, aber wenn ich fünf Minuten mit ihm allein bin, dämmert ihm irgendwann, dass ich leider weder Mama noch Papa noch Josi bin und er fängt an zu weinen. Ich kann nur darauf hoffen, dass er nach in paar Wochen vergessen hat, dass es mal jemand anderen als mich gab :)
Ich habe mich hier schon in einem Gym angemeldet, indem ich nicht nur trainieren kann, sondern auch Pool, Sauna, Whirlpool etc zum Abwinken genießen kann. Josi hat mich mit dorthin geschleppt und praktisch alle AuPair-Mädchen gehen dort hin. Ich konnte schon ein paar Mädels kennenlernen und bin am Samstag gleich auf eine Party eingeladen.
Eine kleine Information am Rande: die Bewohner North Carolinas werden übrigens Tar Heels genannt, was soviel heißt wie Teerferse - nur warum habe ich noch nicht herausgefunden. Wie passend, dass ich von meiner Gastfamilie ein Buch geschenkt bekommen hab: "The Newcomer´s Guide to North Carolina - Everything you need to know to be a Tar Heel"!

Sonntag, 15. Januar 2012

Mein erster Tag in Cary


Nachdem ich euch ja schon von meinem herzlichen Empfang erzählt habe, nun noch ein paar Worte zu meinem ersten Tag hier.
Meine Gastkinder haben heute Haustiere bekommen: zwei Ratten, die auf die Namen Philip und Eric getauft wurden (nach den Prinzen in Dornröschen und Arielle). Wir haben sie heute Vormittag aus so einer Art Tierheim abgeholt und nun bleiben sie ein paar Wochen auf Probe. Wir haben den Ratten ein Häuschen für ihren Käfig gebaut und eine Schnur mit Möhrenstückchen daran aufgehangen – hier kam mir mein Zoojahr zu Gute J
Später war ich noch mit meinem Gastvater Blair einkaufen. Eigentlich wollte ich nur ein paar Kosmetik-Sachen kaufen. Mit der schieren Menge an Produkten war ich dann ein wenig überfordert und habe ungefähr eine halbe Stunde gebraucht, um mich zu entscheiden. Auf dem Rückweg vom Supermarkt durfte ich dann zum ersten Mal Auto fahren – Juchu! Es waren auch nur ca. 3 Minuten, aber es war toll!
Vorhin bin ich spazieren gegangen. Fünf Minuten von unserem Haus entfernt ist nämlich ein wunderschöner See. Das Wetter war fantastisch und ich habe die frische Luft sehr genossen. Ich bin im Nachhinein sehr froh darüber, dass ich nicht in einer Großstadt gelandet bin J




                                              selbstgebasteltes Namensschild für mein Zimmer
                                                                     Meine Straße
                                                                        Der See
                                                                Enjoying the Sun
                                                                  Home Sweet Home