Meine Herren, liebe Leute! Es erfordert hier jedes Mal aufs Neue allergrößte Anstrengung, meinen Hirnschmalz für einen schmissigen Post-Titel zusammen zu kratzen. Diesmal bin ich besonders stolz auf das Resultat (man beachte die Alliterationen). So, nun aber zum Wesentlichen. Es gibt wieder allerlei zu berichten aus meinem Leben in Übersee.
1. Mein Kochkurs
Als AuPair ist man dazu verpflichtet, insgesamt 75 Stunden Kurse an Bildungseinrichtingen, wie etwa einem Community College (Äquivalent zur VHS) zu besuchen. Die letzten 8 Wochen habe ich also im Dienste meiner Pflichterfüllung jeden Montag abend 3 Stunden in einer Schulküche einer amerikansichen Highschool verbracht. Den Kurs, den ich belegt habe, hatte den Titel "From Brunswick Stew to Manhatten Clam Chowder" (das sind 2 bekannte amerikanische Gerichte der Ostküste). Man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich so etwas wie amerikanische Küche! In unserem Kurs ging es um den Mix von Nord- und Süd-Küche der USA. Wir waren ganze 4 Teilnehmer. Nichtsdestotrotz hatten wir einen Mordsspaß zusammen. Ich habe wirklich etwas über amerikanische Küche und vor allem regionale Produkte gelernt, die ich vorher noch nie zubereitet habe, z.B. Süßkartoffeln oder Okra. Unsere Klasse hat sogar einen "Field Trip" (=Ausflug) zusammen in ein Restaurant mit Südstaatenküche gemacht. Yummy!
| Meine Teampartnerin Meghan |
| "Klassenkamerad" Kent: war mit der Airforce einige Jahre in Deutschland und war mal Bodyguard von Helmut Kohl! |
| Unser lustiger Lehrer "Chef" Brian Adornetto - ein typischer Italo-Amerikaner |
| Mitstreiter Ron |
| Meatball Subs (Sandwiches mit Hackbällchen) |
2. Ein Abend im Bavarian Brathaus
Neulich war ich zusammen mit vier anderen deutschen AuPair-Mädels in einer Spontanaktion in Chapel Hill im "Bavarian Brathaus". Eins vorweg: von authentisch kann hier nicht die Rede sein. Aber einen amüsanten Abend hatten wir dennoch. Mit fast 25$ für Jägerschnitzel mit Spätzle und Rotkohl haben wir ordentlich was gelatzt - nur zum Vergleich: wenn man sonst auswärts was ist, ist man in der Regel mit 10-15$ dabei. Lecker wars leider auch nicht. Deutsch konnte hier außer uns niemand. Dafür gabs Klischees im Überdruss. Dirndl und Lederhosn neben Schlosspanorama und Kuckucksuhren an der Wand, Helene Fische aus den Lautsprechern, irgend eine Berg-Doku im Fernsehen (ein TV darf hier in keinem Restaurant fehlen). Ich sags euch: herrlich! Ich frage mich, ob die Mehrheit der Amerikaner wirklich glaubt, dass so eine typisch deutsche Gaststube aussieht. Hätte nur noch gefehlt, dass der Laden "Zum Gemütlichkeit" gehießen hätte :D| Da muss so manch einer erst nach Amerika reisen, um Schloss Neuschwanstein bewundern zu können |
3. Feist Konzert
Zu meinem nächsten Highlight existieren leider keine Fotos. Meine treue Kamera gibt so langsam nach 5,5 Jahren den Geist auf und daher muss ich mir fast immer die Fotos von anderen erschnorren. Aufs Feist Konzert bin ich aber ganz allein gegangen, deswegen gabs auch nix zu erschnorren. Also, wie gesagt, am 3. Mai war endlich der langersehnte Tag gekommen, an dem ich Feist live erleben durfte. Als Support Act haben Timbre Timber (was für dich, Jenny? Bitte mal youtuben) gespielt, beim letzten Song ist Feist sogar schon mit auf die Bühne gekommen. Das Konzert war fantastisch. Die Location war wirklich toll: Samtbezogene Sessel, Kronleuchter und Platzanweiser mit Weste und Fliege. Mein Platz in der zweiten Reihe war auch bombe. Eigentlich. Ich find Sitzplätze auf Konzerten ja immer so geht so. Dann wollen manche Leute gerne aufstehen und manche gerne sitzen bleiben, und die sehen dann natürlich nix mehr, außer dem Gesäß vom Vordermann. Naja, meine Sicht war prima, nur leider haben sich die Typen hinter mir und neben mir mehr oder weniger angefangen zu kloppen, weswegen dann ein Security-Mensch kommen und alle zur Ordnung rufen musste. Alles ein bißchen lächerlich, es handelte sich ja immerhin um ein Feist-Konzert und nicht um ein Mötley Crüe Konzert oder so. Alles in Allem aber trotzdem ein schöner Abend. Feist hat fast 2 Stunden gespielt und war (wie nicht anders zu erwarten) sehr sympathisch und nett zum Publikum.
Zu meinem nächsten Highlight existieren leider keine Fotos. Meine treue Kamera gibt so langsam nach 5,5 Jahren den Geist auf und daher muss ich mir fast immer die Fotos von anderen erschnorren. Aufs Feist Konzert bin ich aber ganz allein gegangen, deswegen gabs auch nix zu erschnorren. Also, wie gesagt, am 3. Mai war endlich der langersehnte Tag gekommen, an dem ich Feist live erleben durfte. Als Support Act haben Timbre Timber (was für dich, Jenny? Bitte mal youtuben) gespielt, beim letzten Song ist Feist sogar schon mit auf die Bühne gekommen. Das Konzert war fantastisch. Die Location war wirklich toll: Samtbezogene Sessel, Kronleuchter und Platzanweiser mit Weste und Fliege. Mein Platz in der zweiten Reihe war auch bombe. Eigentlich. Ich find Sitzplätze auf Konzerten ja immer so geht so. Dann wollen manche Leute gerne aufstehen und manche gerne sitzen bleiben, und die sehen dann natürlich nix mehr, außer dem Gesäß vom Vordermann. Naja, meine Sicht war prima, nur leider haben sich die Typen hinter mir und neben mir mehr oder weniger angefangen zu kloppen, weswegen dann ein Security-Mensch kommen und alle zur Ordnung rufen musste. Alles ein bißchen lächerlich, es handelte sich ja immerhin um ein Feist-Konzert und nicht um ein Mötley Crüe Konzert oder so. Alles in Allem aber trotzdem ein schöner Abend. Feist hat fast 2 Stunden gespielt und war (wie nicht anders zu erwarten) sehr sympathisch und nett zum Publikum.
4. Wochenendtrip nach Baltimore
Um wie gesagt fleißig Stunden für unsere Pflicht-Bildung zu sammeln, sind Hilke und ich letztes Wochenende gemeinsam nach Baltimore gefahren, um dort an einem AuPair Weekendkurs teilzunehmen. Zunächst sind wie mit Hilkes museumsreifen Honda nach Raleigh zur Greyhound Busstation gefahren, um von dort aus bis nach Washington D.C, und von dort aus weiter nach Baltimore zu fahren. Auf meiner Fahrt im Greyhound konnte ich rückwirkend sehr mit Lars mitfühlen, der ja letztes Jahr während seiner Amerika-Rundreise sehr viel Zeit im Bus verbracht hat. Es fahren sehr, sehr viel arme Menschen mit dem Bus, ja sogar Obdachlose. Tut mir leid, dass so zu sagen, ob auf der Strecke von Raleigh nach Richmond (wo wir umsteigen mussten) war der Greyhound der reinste Penner-Express. In meiner Sitzreihe, saß ein sehr mitteilsamer, aber leider aufgrund seiner fehlenden Zähne schwer zu verstehender Mann, den ich absolut unhöflich durch vorgetäuschtes Schlafen versucht habe, zu ignorieren. Wir sind dann aber wohlbehalten und kaputt in Baltimore angekommen. Untergebracht waren wir im Maritime Instuite and Conference Center. Es gab ein riesen Bett für jeden und richtig gutes Essen rund um die Uhr. Die Kurse waren auch ganz ok, aber eher nebensächlich für uns. Denn neben der Pflichterfüllung konnten wir das Wochenende nutzen, um mal einen Tapetenwechsel zu haben und Baltimore kennenzulernen. Wir waren zwar nur einen Abend in Baltimore unterwegs, aber es hat mir super gut gefallen. Ich mag einfach den Großstadtflair. Der Hafen ist wunderschön, überall sind Geschäfte und Restaurants, in denen es Seafood zu essen gibt. Baltimore ist ein bißchen hipper als D.C. (hat unser Lehrer behauptet, ich war ja noch nie in D.C.) aber auch ein ganz schön heißes Pflaster. Wir sind trotzdem todesmutig abends allein mit der Bahn wieder zum Hotel zurückgefahren (nachdem wir das Angebot einer Reisegruppe, mit ihr im Taxi gemeinsam zum Hotel zu fahren, abgeschlagen haben. Dafür liebe ich die Amis, alle sind unheimlich freundlich und hilfsbereit). Ich habe mich jedenfalls in Baltimore verliebt. Ich fand es toll dort und hätte gerne mehr Zeit dort gehabt.
Um wie gesagt fleißig Stunden für unsere Pflicht-Bildung zu sammeln, sind Hilke und ich letztes Wochenende gemeinsam nach Baltimore gefahren, um dort an einem AuPair Weekendkurs teilzunehmen. Zunächst sind wie mit Hilkes museumsreifen Honda nach Raleigh zur Greyhound Busstation gefahren, um von dort aus bis nach Washington D.C, und von dort aus weiter nach Baltimore zu fahren. Auf meiner Fahrt im Greyhound konnte ich rückwirkend sehr mit Lars mitfühlen, der ja letztes Jahr während seiner Amerika-Rundreise sehr viel Zeit im Bus verbracht hat. Es fahren sehr, sehr viel arme Menschen mit dem Bus, ja sogar Obdachlose. Tut mir leid, dass so zu sagen, ob auf der Strecke von Raleigh nach Richmond (wo wir umsteigen mussten) war der Greyhound der reinste Penner-Express. In meiner Sitzreihe, saß ein sehr mitteilsamer, aber leider aufgrund seiner fehlenden Zähne schwer zu verstehender Mann, den ich absolut unhöflich durch vorgetäuschtes Schlafen versucht habe, zu ignorieren. Wir sind dann aber wohlbehalten und kaputt in Baltimore angekommen. Untergebracht waren wir im Maritime Instuite and Conference Center. Es gab ein riesen Bett für jeden und richtig gutes Essen rund um die Uhr. Die Kurse waren auch ganz ok, aber eher nebensächlich für uns. Denn neben der Pflichterfüllung konnten wir das Wochenende nutzen, um mal einen Tapetenwechsel zu haben und Baltimore kennenzulernen. Wir waren zwar nur einen Abend in Baltimore unterwegs, aber es hat mir super gut gefallen. Ich mag einfach den Großstadtflair. Der Hafen ist wunderschön, überall sind Geschäfte und Restaurants, in denen es Seafood zu essen gibt. Baltimore ist ein bißchen hipper als D.C. (hat unser Lehrer behauptet, ich war ja noch nie in D.C.) aber auch ein ganz schön heißes Pflaster. Wir sind trotzdem todesmutig abends allein mit der Bahn wieder zum Hotel zurückgefahren (nachdem wir das Angebot einer Reisegruppe, mit ihr im Taxi gemeinsam zum Hotel zu fahren, abgeschlagen haben. Dafür liebe ich die Amis, alle sind unheimlich freundlich und hilfsbereit). Ich habe mich jedenfalls in Baltimore verliebt. Ich fand es toll dort und hätte gerne mehr Zeit dort gehabt.
Danke Hilke für die Fotos. Hier eine kleine Auswahl an vorzeigbaren Bildern ( ich habe ein unglaubliches Talent dafür, entweder den Mund mit Essen voll zu haben oder die Augen zu zu haben, wenn ein Foto von mir geschossen wird).
| Auf geht's - mit Hilkes betagtem Honda, der als Schaltwagen hier eine wahre Rarität ist. Hab dann nach 4 Monaten Automatikfahren natürlich auch erstmal die Karre abgewürgt. |
| Skyline von Raleigh |
| Der Hafen von Baltimore |
| Abendessen auf der Hafenterasse des Hardrock Cafés mit Live Musik |
| Huuui! |
Herrlich bescheurtes Lied über Baltimore, auf das ich gestoßen bin. Am besten fand ich diesen wunderbaren Kommentar eines youtube-Nutzers: "No one smiles at you in Baltimore... Unless they are gettin ready to rob ya or steal your car."
